6
Mai
2016
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Mit­ar­bei­ter­füh­rung mit Auto­ri­tät

Auto­ri­tät haben oder nicht, Auto­ri­tät gewin­nen,  erhal­ten – aber wie? Welch‘ wun­der­ba­rer Film „The King’s speech“ – ges­tern Abend in 3SAT. Ein Glanz­licht der Men­schen­füh­rung – nicht Mit­ar­bei­ter­füh­rung! Wie sprachthe­ra­piere ich erfolg­reich einen stot­tern­den König? Eine Bespre­chung gibt’s bestimmt anderswo.

Was zeigt uns  die­ser Film für die Art des „Füh­rens von Ande­ren“? Eine inter­es­sante Per­spek­tive: die eines Leh­rers, der gesell­schaft­lich-hier­ar­chisch unter sei­nem Schü­ler steht. … ihm nicht befeh­len, zwin­gen, bestra­fen kann.

Anders als alle Hono­ra­tio­ren ist er erfolg­reich mit Ein­for­dern von Regel-Dis­zi­plin, Kon­se­quenz (Walk the Talk), Eben­bür­tig­keit, der Abgren­zung des (sei­nes) Spiel­felds – die Grund­lage, auf der dann Freund­schaft, Wohl­wol­len, Ver­trauen zum Zuge kom­men kön­nen. Kri­sen und Kon­flikte sind dadurch nicht weg­zu­re­gu­lie­ren – man muss da durch (Demut, Geduld, Mit­ge­fühl).

Was hat das mit Auto­ri­tät der Füh­rungs­kraft zu tun?

Nun wen­den wir das mal auf Ihren All­tag als Füh­rungs­kraft an: Wie füh­ren Sie heute Mit­ar­bei­ter? Wie haben Sie wirk­lich Ein­fluss? Wie gewin­nen Sie andere dafür, Ihren Zie­len zu fol­gen – sie sich zuei­gen zu machen? Natür­lich sind nach wie vor Sie die Füh­rungs­kraft, tra­gen höhere Ver­ant­wor­tung („hal­ten den Kopf hin“), müs­sen Arsch in der Hose haben, wenn es darum geht sich durch­zu­set­zen. Aber Auto­ri­tät ist nicht gleich auto­ri­tär! Auto­ri­tät bleibt Ihnen nur erhal­ten, wenn Sie nicht auto­ri­tär auf­tre­ten!

Blick­rich­tung wech­seln

Um das noch kla­rer zu machen, gehen wir mal auf ein ande­res Spiel­feld: Umgang mit den eige­nen Kin­dern. Einen sehr inspi­rie­ren­den Blog habe ich in der deut­schen Huf­fing­ton Post (Autor: die fami­li­en­werk­statt Mathias Voel­chert) gefun­den – hier ein Aus­zug:

Aber trotz­dem brau­chen wir heute Auto­ri­tät den Kin­dern gegen­über. Was ist der Unter­schied zwi­schen Auto­ri­tät besit­zen und sich auto­ri­tär ver­hal­ten?

Auto­ri­tät bezieht sich auf mich selbst und hat im Wesent­li­chen mit Selbst­füh­rung zu tun. Aus die­ser Zen­trie­rung her­aus bin ich in der Lage, andere zu füh­ren. Wer auto­ri­tär han­delt, will andere defi­nie­ren und sie dazu brin­gen, nach sei­nen Vor­stel­lun­gen zu han­deln.

Gön­nen Sie sich den voll­stän­di­gen Arti­kel hier.

Mal aus dem engen Rah­men aus­stei­gen: Gene­ra­tion Y, Indus­trie 4.0, Wer­te­wan­del, Agi­li­tät, Scrum, … Auch das nächste Wochen­ende darf kom­men – Zeit mal anders auf Men­schen und uns­selbst zu schauen, mal hin­ter­fra­gen, was wie zusam­men­passt.

Wie Sie als Füh­rungs­kraft Ihren Füh­rungs­stil dif­fe­ren­zie­ren, Auto­ri­tät gewin­nen und nicht Anse­hen ver­lie­ren – wirk­sa­mer wer­den du Ihre Ziele bes­ser errei­chen, erfah­ren Sie in unse­ren Trai­nings­pro­gram­men unter Andere Füh­ren. Dass das Thema eine star­ken Hauch Selbst­füh­rung hat, ist eben­falls offen­sicht­lich: siehe “Vor­bild”. Dazu stei­gen wir im Level “Selbst­füh­rung” ein.

Fra­gen Sie bei Ihrer Per­so­nal­ent­wick­lung /HR nach – wir kom­men gern ins Gespräch mit Ihnen.

Eckhard Schölzel
Über Eckhard Schölzel
Dipl. Psych. (Arbeits-, Organisations- und Kommunikations-Psy.), zertifizierter Werte-Coach (VMI), TMS-Master, Associated-Cert. Coach (Intern. Coach Federation). Seit 1984 Trainer, Coach, Berater zur Führungs- und Organisationsentwicklung; Coach/Trainer für „Life-Balance“; Seite 1995 Unternehmer E.S.&Partner, Management Development in Internat. Konzern und Mittelstand; 2014 Gründer „Die Resilienz-Experten“