24
März
2026

Hal­lo Chefs! Inspi­rie­ren Sie Ihr Team jetzt, bevor es aus­ein­an­der­fällt!

Kri­se: Team inspi­rie­ren, bevor es aus­ein­an­der­fällt – zu nega­ti­ve Sicht? – hilft nicht? Face the bru­tal facts erlaubt wenigs­tens, rea­lis­ti­sche Maß­nah­men zu ergrei­fen. Ein aktu­el­les Bei­spiel:

Peter B. arbei­tet mit mir als Coach an sei­nen Kar­rie­re­per­spek­ti­ven: im aktu­el­len Unter­neh­men oder anders­wo – egal. Er geht es pro­ak­tiv an: bes­ser das Heft in der Hand zu haben.

Und nun liegt

… die neue Gal­lup-Stu­die

Vor: Daten aus Nov/Dez 2025, Durch­schnitts­wer­te – v​_ielleicht schon über­holt. Zwei Essen­ti­als:

  1. 30% weni­ger Mul­ti­pli­ka­to­ren an Bord für Ihre Mis­si­on
  2. Jede/r 4. schaut sich schon mal nach einem neu­en Job um.

Recrui­ting allei­ne wird das nicht hin­krie­gen! Hand aufs Herz: Wie sieht es in Ihrem Unter­neh­men wirk­lich aus? Wie sieht es in den Teams aus? Auf wen kön­nen Sie und Ihre Füh­rungs­kräf­te bau­en? Und was kön­nen Sie und Ihre Füh­rungs­kräf­te tun?

Was desta­bi­li­siert?

Nichts scheint mehr ver­läss­lich: VUCA „hoch 3“ ent­fal­tet sich (gesell­schaft­lich, orga­ni­sa­tio­nal, per­sön­lich): Prei­se für Ener­gie gehen durch die Decke, Abbau/Verlagerung von Arbeits­plät­zen, Insol­venz­wel­le, neue Krie­ge, … All­ge­mei­ne Ver­un­si­che­rung – wen wun­dert es?

Nega­ti­ve Sze­na­ri­en bil­den das Grund­rau­schen: Dschun­gel, Gefahr. Das Cha­os aus­blen­den? Ängs­te len­ken sub­til ab vom Fokus > geis­ti­ge Abwe­sen­heit > Selbst­schutz > Sur­vi­val­mode. Was bewegt Sie? Was bewegt Ihre Mitarbeiter/innen unter­halb eines „Wei­ter so“?

Kil­ler-Sym­pto­me

  • Man zeigt sich weni­ger offen, die Kom­mu­ni­ka­ti­on ist reser­viert. Man zeigt eine no-pro­blem-Fas­sa­de oder auch eine Show-Hei­ter­keit.
  • In Fol­ge ist auch der Infor­ma­ti­ons­fluss unzu­ver­läs­si­ger: Schlag­zei­len­kul­tur hört nicht zu, ver­passt die Details und blen­det Umset­zungs­im­pul­se aus: mit sich selbst beschäf­tigt.
  • Die stil­le Schwes­ter der Selb­st­ab­si­che­rung ist die indi­vi­du­el­le Pro­fi­lie­rung: Co-Krea­ti­vi­tät wird zäh, Selbst­in­sze­nie­rung hat Vor­rang – vom WIR zum ICH.
  • Gewalt­freie Ell­bo­gen­kul­tur: gut aus­se­hen, indem man ande­re schlecht aus­se­hen lässt. Nur ein klei­ner Schritt fehlt dann noch zum Mob­bing.

Was kann Ihre Füh­rung bewir­ken?

Zur Klä­rung: gut mana­gen allei­ne wird Ihren Laden nicht zusam­men­hal­ten. Zie­le errei­chen hebt die Stim­mung, viel mehr aber nicht. Zie­le nicht erreicht, dann ret­ten Ihnen gute Aus­re­den viel­leicht den Job, aber …

Jen­seits von Manage­ment liegt Lea­der­ship: Inspi­rie­ren zur Mit­ver­ant­wor­tung: Wer­te wie Respekt, Krea­ti­vi­tät, unter­stüt­zen­de Gemein­schaft, … ent­fal­ten ihre Wir­kung erst jen­seits von Gehor­sam und Angst. Um die Vor­aus­set­zun­gen dafür zu schaf­fen, fokus­sie­ren Sie als Füh­rungs­kraft 3 Bedin­gun­gen:

1. Eige­ne Klar­heit

  1. A) Für Sie selbst (Kapi­tän im Sturm) und um ande­ren Ori­en­tie­rung zu geben, brau­chen Sie einen kla­ren stress­fes­ten Wer­te­kom­pass. An Ihren Taten wer­den ande­re able­sen kön­nen, was gilt und wor­auf sie sich ver­las­sen kön­nen.
  2. B) Sie brau­chen eine kla­re Wahr­neh­mung, die zwi­schen Fak­ten und Fakes, Befürch­tun­gen und Pro­jek­tio­nen unter­schei­den kann.

Bei­des zusam­men kon­so­li­diert auch Ihr Urteils­ver­mö­gen: rich­ti­ge Ent­schei­dun­gen tref­fen.

2. Kla­re Ori­en­tie­rung

Visi­on in die­sen unsi­che­ren Zei­ten – ? Vie­les ändert sich sehr schnell. Gera­de des­we­gen aber ist die Visi­on so wich­tig! Es geht nicht vor­ran­gig dar­um, die Visi­on selbst zu rea­li­sie­ren. Viel­leicht wird Elon Musk nie zum Mars und zurück­flie­gen. Aber sei­ne Visi­on inspi­riert For­sche­rin­nen und Ent­wick­ler.

Min­des­tens der Unter­neh­mens­zweck („Mis­si­on“) macht jede Arbeit sinn­voll und stärkt ver­ant­wort­li­ches Han­deln: „Ich tra­ge dazu bei, dass wir einen Men­schen zum Mond brin­gen“, sag­te die far­bi­ge Rei­ni­gungs­kraft bei der NASA. Das muss den Leu­ten aber auch ver­mit­telt wer­den: Mana­ger schau­en eher auf Zah­len. Hier braucht es Füh­rung!

3. Mitarbeiter/innen Mut machen

… Leicht gesagt. Lee­re Phra­sen wer­den leicht erspürt und errei­chen so ihr Gegen­teil.

Jim Coll­ins berich­tet seit 2001 über die Erfolgs­fak­to­ren gro­ßer Unter­neh­men: Face the bru­tal facts (sie­he Sei­te 3 der Zusam­men­fas­sung) ist eine der Qua­li­tä­ten erfolg­rei­cher Lea­der[1]. Scho­nungs­lo­se Offen­heit allein kann über­wäl­ti­gen. Aber dann genau ist Füh­rung gefragt! (Sie las­sen doch auch ihr Kind nicht auf­ge­ben, wenn es drei­mal in einer Minu­te hin­fällt.) Never give up!

  • Die „bru­tal facts“ unver­blümt anspre­chen zeigt, dass Sie klar sehen. Wür­den Sie einem elo­quen­ten Kapi­tän im Sturm ver­trau­en, der so tut als wäre gar nichts?
  • Ziel die­ser Füh­rung ist psy­cho­lo­gi­sche Sicher­heit, Ver­trau­en und Selbst­ver­trau­en: nicht Gott wird es für uns rich­ten.
  • Vom ICH zum WIR: Mer­kels „Wir schaf­fen das“ – hat gewirkt, auch wenn danach noch mehr kam. Geben Sie posi­ti­ve rea­le Bei­spie­le, was frü­her schon geschafft wur­de!
  • Hören Sie zu! Neh­men Sie sich Zeit dafür! Ver­trau­en kann man nicht kau­fen
  • Ach­ten Sie auf jeden Keim von inter­nem Klein­krieg! Inter­ve­nie­ren Sie, hören Sie bei­de Sei­ten, sor­gen Sie für kon­struk­ti­ves Mit­ein­an­der!

Sen­den Sie 3 wich­ti­ge Bot­schaf­ten:

  • Unse­re Zeit: tief grei­fen­der Umbruch, kei­ne End­zeit!
  • Es ist nur nötig, bes­ser als die Wett­be­wer­ber zu sein: schnel­ler, ser­vice­freund­li­cher, effi­zi­en­ter, … (Erzäh­len Sie den Witz von den 2 Solis­ten bei der Safa­ri: 1 packt sei­ne Lauf­schu­he ein – „ja! Nicht schnel­ler als der Löwe, aber …“)
  • Tei­len Sie allen mit, was jetzt wich­tig ist (Leit­wer­te). Und gehen Sie vor­an, „Wer­te“ leben­dig zu machen: zei­gen Sie, was Sie wert­schät­zen!

Mehr als Wor­te

Ermu­ti­gen Sie durch Initi­ie­rung akti­ver Pro­jek­te, in denen Ihre Leu­te in Teams zusätz­lich an Ver­bes­se­run­gen arbei­ten:

  • Pro­zes­se: schnel­ler, bes­ser wer­den
  • Produkte/Service: mit wel­chen fea­tures hän­gen wir unse­re Wett­be­wer­ber ab?
  • Schaf­fen Sie Qua­li­tä­ten einer Gemein­schaft und damit eine Gegen-Rea­li­tät zum Kampf jeder gegen jeden.

„Mut gemacht“ ist eine erziel­te Wir­kung nicht ein ver­ba­ler Akt. Tun Sie alles mög­li­che, um Ermu­ti­gung zu erzie­len – alles was wirkt ist fein, aber blei­ben Sie seri­ös (ernst­haft).

Über­set­zen Sie die­se Gemein­plät­ze auf Ihr eige­nes Arbeits­feld. Coa­ching unter­stützt Sie genau hier, weil jemand Qua­li­fi­zier­tes von außen mit Ihnen drauf­schaut: sehend statt sys­tem­blind, neu­tral, ver­trau­lich. Che­cken Sie es aus! Hier geht es zur „Tea-time“ (DE) (EN) mit dem Autor.

[1] Jim Coll­ins: Good to gre­at (Dt. „Der Weg zu den Bes­ten“)

Über Eckhard Schölzel
Dipl. Psych. (Führungs-, Kooperations- und Kommunikations-Psy.), zertifizierter Werte-Coach (VMI), TMS-Master. Seit 1984 Trainer, Coach, ChangeAgent Führungs- und Organisationsentwicklung für HighTec: Persönlichkeits- und Organisationsentwicklung; Seit 1995 Unternehmer E.S.&Partner, Management Development in Internat. Konzernen und Mittelstand.