27
Apr
2016
wabe

Agi­li­tät in der Pro­jekt­füh­rung

Agi­li­tät ist seit Jah­ren im Gespräch. Der Begriff scheint aus der IT-Ent­wick­lung zu kom­men – von dor­ti­gen Prot­ago­nis­ten wurde u.a. das Mani­fest zur Agi­li­tät ent­wi­ckelt.

Klar ist: Die Basis vie­ler erfolg­rei­cher Pro­jekte ist ein gutes Pro­jekt­ma­nage­ment.
Doch was ist “gutes Pro­jekt­ma­nage­ment”? Wie ver­hält es sich bei Pro­jek­ten, deren Ziele, Inhalte, Mei­len­steine sich im Vor­feld nicht klar defi­nie­ren las­sen, wie zum Bei­spiel bei Neu-Ent­wick­lun­gen? Es exis­tiert häu­fig nur eine vage Aus­rich­tung, die erst im Pro­zess erst prä­zi­siert wird. Agile Pro­jekt­füh­rung ist somit für diese Situa­tio­nen der bes­sere Ansatz, weil der Pro­zess im Vor­der­grund steht und das eigent­li­che Ziel erst im Pro­zess defi­niert wer­den kann.

Ein wei­te­rer Unter­schied besteht darin, dass im Gegen­satz zum klas­si­schen Pro­jekt­ma­nage­ment auf quick-wins gesetzt wird. Die all­um­fas­sende 100%-Lösung dau­ert häu­fig viel zu lange in der Ent­ste­hung und der Imple­men­tie­rung. Deut­lich schnel­ler sind da die schnel­len Lösun­gen, die viel­leicht nicht voll­kom­men sind, aber die Rich­tung auf­zei­gen und für die Situa­tion erste kon­krete Vor­teile brin­gen.

Wonach über Agi­li­tät ent­schei­den?

Die­ser Ansatz der agi­len Pro­jekt­füh­rung unter­schei­det sich somit deut­lich vom klas­si­schen Pro­jekt­ma­nage­ment. Beide haben ihre Berech­ti­gung in der Anwen­dung. An Ihnen ist es zu unter­schei­den, was Ihnen für Ihre Situa­tion jetzt den meis­ten Nut­zen bringt. Dazu ein paar Fra­gen zur Ori­en­tie­rung:

  • Ist es Ihnen jetzt nicht mög­lich ein Ziel klar zu beschrei­ben ?
  • Ist es im heute, hier und jetzt nicht mög­lich den Zeit­rah­men klar abzu­ste­cken ?
  • Sind die Res­sour­cen und Grund­vor­aus­set­zun­gen die Sie für das Pro­jekt benö­ti­gen noch nicht defi­nier­bar ?
  • Ist eine Abfolge von Pro­zess­schrit­ten der­zei­tig nicht erkenn­bar ?

Wenn Sie die Fra­gen mit JA beant­wor­ten, dann könnte Agile Pro­jekt­füh­rung für Ihr Pro­jekt bes­ser pas­sen, als klas­si­sches Pro­jekt-Manage­ment. Es erwar­tet nicht nur eine andere Vor­ge­hens­weise, son­dern auch eine andere Grund­hal­tung zum Thema Pro­jek­tie­rung. So kön­nen bei Agi­ler Pro­jekt­füh­rung neben den quick-wins auch short-runs zum Ein­satz kom­men, also das Ent­wi­ckeln von Teil-Lösun­gen, die in einer Art Ver­such getes­tet wer­den und anhand der Ergeb­nisse ite­ra­tiv wei­ter­ent­wi­ckelt.

In einem Vor­ge­spräch (Vor-Ort oder auch per Tele­fon / Video­kon­fe­renz) bera­ten wir Sie gern, wie der Pro­zess bei Ihnen vor Ort aus­se­hen könnte.

P.S. Dass die Prin­zi­pien von “Agi­li­tät” auch vor­her schon in Manage­ment-Ansät­zen in Erschei­nung getre­ten sind, mag sein. Der Wahr­heit die Ehre! Wei­ter­füh­ren­der Bei­trag

Mathias Scharf
Über Mathias Scharf
Dipl-Ökonom + Dipl-TZI, Coach & Berater seit 1991, versch. Zertifizierungen u.a. Value-Coaching, Themen: Organisations- & Strategie-Entwicklung, Management-Beratung, Nachwuchs-Führungskräfte-Beratung, Projekt-Beratung, Coaching (spez. Themen: u.a. Burn-Out-Prävention), Moderationen